Klimapur

Aktivitäten zum Schutz des Klimas

Kommunaler Klimaschutz

In der Verbandsgemeinde Hachenburg

Aktuelle Meldungen rund um die Klimaschutzprojekte der Verbandsgemeinde, neue Fördermöglichkeiten, nachhaltige Tipps und mehr gibt's hier im Überblick.

Ausgewählte Klimaschutzmaßnahme

Sanierung von Fenstern und Flachdach

Das Verwaltungsgebäude der Verbandsgemeinde Hachenburg wird im Rahmen der "Ausgewählten Klimaschutzmaßnahme" durch Fördermittel des Bundesumweltministeriums saniert.

Die Baumaßnahme wird im Betrieb durchgeführt und umfasst den Austausch der Fensteranlagen und die Sanierung des Flachdachs. Die alten Holzfenster, teilweise noch aus den 70er Jahren werden in diesem Zuge von der Firma Müller aus Mündersbach gegen moderne Aluminiumelemente mit Dreifachverglasung getauscht. Wenn die Arbeiten abgeschlossen sind folgen noch Malerarbeiten und der Einbau von Sonnenschutzsystemen. Nach einem Teilrückbau des Gerüstes erhalten die Flachdächer des Verwaltungsgebäudes eine Dämmung nach neusten Standards und eine extensive Begrünung, die von der Firma Otto aus Höchstenbach ausgeführt werden.

Besonders erfreulich zeigt sich Bürgermeister Klöckner darüber, dass bei den Vergabeverfahren heimische Firmen den Zuschlag für die Ausführung der Arbeiten erhalten haben. Aufgrund der langjährigen Bemühungen für den Klimaschutz kann die Verbandsgemeinde Hachenburg durch die Einstellung des Klimaschutzmanagers nun diese hohen Fördermöglichkeiten nutzen. Die Vorgabe der Zuschussgeber, ein CO2-Einsparpotential von mindestens 70% zu erreichen, wird beim Austausch der alten Fenster sowie der Neugestaltung der Flachdachflächen erreicht.

Architekt Christoph Hilpisch und die zuständigen Mitarbeiter der Verwaltung sind zuversichtlich die Arbeiten noch im Herbst 2020 abschließen zu können.

Klimaschutz & Energieversorgung

Kernelemente der örtlichen Daseinsvorsorge

Die von den Verbandsgemeindewerken Hachenburg seit mehr als 10 Jahren professionell verfolgten Arbeitsschritte zum Schutz des Klimas und zum stetigen Ausbau der eigenen Energieerzeugung, sowie deren anschließender dezentraler Verwendung, sprechen eine eindeutige Sprache: Klimaschutz und Energieversorgung sind zwei wesentliche Kernelemente, denen sich eine moderne Kommune mit Leidenschaft und Augenmaß stellen muss. Denn nur so lassen sich die ökologischen mit den ökonomischen Aspekten optimal und vor allem im Sinne des Gemeinwohls miteinander in Einklang bringen.

Man könnte sich in Hachenburg gut vorstellen, die vor einigen Jahren reformierten Vorschriften des Gemeindewirtschaftsrechts abermals in diese Richtung anzupassen, um den kommunalen Bestrebungen und Ideen im Land den Weg bereiten zu können. Eine verpflichtende kommunale Wärmeleitplanung, um ein Beispiel zu nennen, würde die Arbeit des hiesigen Energie- und Wasserwerkes spürbar erleichtern und eine sorgenfreie Rundumversorgung der Bevölkerung zulassen.

auf dem richtigen Weg

Mit Konzept & Management

Einen wichtigen Handlungsleitfaden für die Arbeit bei den Werken liefert das Ende 2016 vom Verbandsgemeinderat einstimmig verabschiedete Klimaschutzkonzept, das vor allem in der integrierten Wärmenutzung einen wesentlichen Baustein der Energiewende hier vor Ort identifiziert. Maßnahmen der Kraft-Wärme-Kopplung gepaart mit dem Betrieb von Nahwärmenetzen zur Versorgung großer und kleiner Anschlussnehmer im Wege des Energie-Contracting bieten eine solide Grundlage für weitere Ideen, die das mehr als 400 Seiten starke Klimaschutzkonzept bereithält. Klimaschutzmanager Henrik Lütkemeier, der seit April 2018 das Team der Werke unterstützt, wirkt hieran maßgeblich mit.

Schließlich gilt es, im Vergleich der Jahre 2014 und 2030 eine Reduzierung der schädlichen CO2-Emissionen von 40 % zu erreichen. Allein die sechs Blockheizkraftwerke ergänzt um eine Brennstoffzelle sind deutliche Zeichen für das Funktionieren der Sektorenkopplung. Nicht zuletzt vor dem Hintergrund der politischen Ambitionen zum Ausbau der Wasserstofferzeugung und -versorgung werden solche Vernetzungen zunehmend an Bedeutung gewinnen.

Das außergewöhnliche Engagement des hiesigen Energieversorgers hat bereits zum wiederholten Mal das Interesse der weit über die Grenzen hinaus anerkannten Fachzeitschrift „Energie & Management“ gefunden. In der Printausgabe vom 15.05.2020 wurde umfassend über bekannte und neue Themen berichtet, die die Werke umtreiben.

WÄRME & STROM FÜR HUNDERTE HAUSHALTE

mehr als 11 Millionen Kilowattstunden Energie

selbst erzeugt und vor Ort verbraucht

Die Bilanz des bisher Erreichten kann sich sehen lassen: Es werden jährlich mehr als 9 Mio. Kilowattstunden Wärme und mehr als 2 Millionen Kilowattstunden Strom selbst erzeugt und vor Ort verbraucht. Das entspricht dem Wärmebedarf von 450 und dem Strombedarf von 570 Haushalten.

Neben einer Photovoltaikanlage auf dem Dach des Hachenburger Hochbehälters, die zuverlässig 23.000 Kilowattstunden regenerativen Strom erzeugt und zu gut einem Viertel den Fremdstrom aus dem Netz der allgemeinen Versorgung verdrängt, trägt der Solarpark im Gewerbegebiet, an dem die Hachenburger Werke mit 15% beteiligt sind, mit weiteren 9 Millionen Kilowattstunden zu einer sehenswerten Klimabilanz bei.

Den jährlichen Strombedarf der kommunalen Liegenschaften der Verbandsgemeinde, der Verbandsgemeindewerke, der Stadt und der 32 Ortsgemeinden inklusive der Straßenbeleuchtung von rund 3 Millionen Kilowattstunden decken die Werke bereits heute bilanziell vollständig ab.

Apropos Straßenbeleuchtung: Binnen 5 Jahren konnte der Strombedarf mehr als halbiert werden. Das ist, da ist man sich in Hachenburg einig, kein Grund aufzuhören sondern weiterzumachen.

Klimapur - Ausgezeichnete Energieprojekte

Wir sind eine offizielle Energieeffizienz-Kommune

Im Rahmen der Abschlussveranstaltung des landesweiten Projektes 100 Energieeffizienz-Kommunen Rheinland-Pfalz wurden Kommunen für Klimaschutzaktivitäten ausgezeichnet. Mit dabei waren die Verbandsgemeinden Hachenburg, Hamm (Sieg), Höhr-Grenzhausen, Kirchen (Sieg), Puderbach, Ransbach-Baumbach, Selters (Westerwald) und Wallmerod.

Für die Verbandsgemeinde Hachenburg durfte Henrik Lütkemeier (Bild o., 2. v.r.) die Auszeichnung in Empfang nehmen – überreicht von Umweltministerin Ulrike Höfken.

Teilnahme mit Bravour

Ausgezeichnet wurde die Teilnahme an zwei Projekten der Verbandsgemeinde Hachenburg in enger Zusammenarbeit mit der Energieagentur Rheinland-Pfalz. Dabei war unter anderem die Beteiligung der Verbandsgemeinde Hachenburg im regionalen Netzwerk für Kommunales Energiecontrolling und -Management ausschlaggebend.

Die Auszeichnung wurde daneben für die Teilnahme am bundesweiten dena Pilotprojekt zum Energiesparcontracting verliehen, bei dem sich Kommunen und Behörden bewerben konnten, um ihre Liegenschaften auf Eignung für eine Contractingsanierung zu überprüfen und ggf. diese begleitet umzusetzen.

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ENERGIEEFFIZIENZ-KOMMUNEN

Mit dem 2017 von der Energieagentur Rheinland-Pfalz initiierten Projekt, sollte das Bewusstsein im Umgang mit Energie und Umwelt geschärft werden. In den Projektmonaten war die Energieagentur gegenüber den teilnehmenden Kommunen weit mehr als das durchführende Organ.

LANDESENERGIEAGENTUR UNTERSTÜTZT

Städte, Landkreise und Gemeinden wurden unterstützt bei grundlegenden Potentialanalysen, operativ begleitet bei der Schaffung von Prozessen und Strukturen oder zu Finanzierungsmodellen beraten. Gemeinsam anvisiertes Maßnahmenziel war die nachweisliche Steigerung der Energieeffizienz von landesweit 100 Kommunen.

KLIMASCHUTZ ALS GEMEINSCHAFTSAUFGABE

Die Klimaschutzmaßnahme der Verbandsgemeinde Hachenburg wird im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative gefördert. Mit dieser initiiert und fördert das Bundesumweltministerium seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten.

Unterstützt von der nationalen Klimaschutzinitiative

Durch die Nationale Klimaschutzinitiative unterstützt die Bundesregierung bei der Verwirklichung innovativer Ideen für Umwelt- und Klimaschutz. Mit der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen, trägt die NKI zur Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Unternehmen, Kommunen oder Bildungseinrichtungen.

OFFENE FRAGEN? INTERESSE GEWECKT?

Fragen rund um das Thema Klimawandel und Energiewende? Auf der Suche nach Informationen zu Fördergeldern für eine neue Heizung, Solarstromspeicher oder Gebäudedämmung? Hier gibt's Tipps und Antworten direkt vom Klimaschutzmanager.

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